Dienstag, 19. Februar 2013

[Rollenspiel] MM&P: D&D Monster Manual 1st Ed.

-S-
-Teil 2- 
Shedu

Die Shedu sind ein Sinnbild für die Kraft eines Stieres, die Freiheit eines Adlers und die Intelligenz eines Menschen. Ähnliche Verbindungen kann man hier auch zu Sphinx (siehe unten) schlagen. Interessant ist auch, wie ähnlich eben die Shedu zu den Sphinxen sind. Wer hier aber wen inspiriert hat, kann man wahrscheinlich nicht mehr genau nachvollziehen.
Ansonsten verweise ich auf den Eintrag zum Lammasu, da dieser im Grunde auch alles abhandelt, was für den Shedu zutrifft.


Shrieker


Die Shrieker sind ein typischer Fall von "biologische Fall". Ähnlich wie die Piercer oder die Lurker Above haben auch die Shrieker diesen Effekt. Die Helden betreten den Raum mit den Shriekern und schon geht der Alarm los und die Horden der Gegner werden angelockt.
Persönlich stehe ich ja schon sehr auf Pilze als Monstrositäten, da sie immer etwas Morbides und Befremdliches umgibt. Sie sind ein fester Punkt im Weird-Genre. Sei es jetzt durch Lovecrafts Mi-Go oder, auch ein schönes Beispiel, wäre M.Hutters "Melchior Grün im Kloster des Heiligen Fungus".

Aber ich schweife ab.
Ob man nun wirklich einen Pilz als Bewegungsmelder benötigt, obliegt ja nun vollkommen dem Geschmack des Spielleiters. Alternativ, also auch alternativ zu technichen Möglichkeiten, könnte ich mir irgendwelche Ranken vorstellen, die Kristalle wie Blätter haben und in einer bestimmten Frequenz klingen, wenn sie in Schwingung versetzt werden. Oder Duftstoffe. Vielleicht könnte der Shrieker statt einem Schrei auch eher einen starken Duft oder ein spezielle Pheromon ausstoßen, auf die spezielle Gegner reagieren. Oder sie erinnern mehr an irgendwelche "Wandbehang"-Monster ala "Dead Space", die aus menschlicher Masse bestehen und entsprechend die Charaktere angreifen oder auch einfach nur durch lautes Jammern und Kreischen Alarm schlagen. Oder wie die Babymonster bei "Dead Space", deren Geheule beim Spieler eine wirklich fiese Gänsehaut hinterlassen hat.

Gaia: Auf Gaia könnte ich mir höchsten die Pheromon-Variante vorstellen. Vielleicht noch die "Dead Space"-Horror-Variante für die Gebiete der Aschewüste. Ansonsten sind schreiende Pilze her nichts für die Welt.

Cimorra: Hier sind wieder alle Varianten möglich oder wahrscheinlich.


Skeleton


Ach ja, wer mag sie nicht, die lustigen Knochenmänner aus "Armee der Finsternis", die ständig rumgackerten und sich über die Situation beschwerten:

Ich meine, Zombies hat doch jeder. Gebt der nächsten Verfallsstufe mal eine Chance!
Aber jetzt mal im Ernst: Skelette sind, ähnlich wie Zombie, Geister oder Mumien eher ein Zustand als eine eigene Kreatur. Ein Zustand, den jedes Wesen früher oder später erleidet. Daher wäre ich persönlich wieder dafür, "Skelette" als Maske zu verwenden, auf die man wieder mit eigenen Untoten aufbauen kann. Somit sollten dann menschliche oder tierhafte Skelette kein Problem sein. 
Interessant ist auch, dass es bei D&D sehr viele Varianten der Skelette gibt und sie dadurch nicht langweilig werden. Diese alle aufzuzählen wäre total sinnlos, denn sie Liste ist einfach riesig. Und...ja, ich weiß, ich hämmer da ein bisserl auf dem Thema rum, aber ich sage es immer wieder: Mit einem vernünftigen Baukastensystem wären diese ganzen Varianten leicht abzuarbeiten.
Auch noch interessant ist die Möglichkeit, wie man Skelette animieren kann. Ob es nun dem Willen des Magiers wie ein Marionette unterliegt oder ob ein Dämon/Geist gerufen wird, welches das Skelett belebt und kontrolliert. Oder ob der ruhelose Geist des Toten an seine Knochen gebunden ist und diese sich deswegen noch bewegen können. Diese Überlegung trifft zu dem bei jeder Belebung von Untoten oder toter Materie zu. Immerhin sind Skelette oder auch Zombies nichts anderes wie ein Golem: Eine tote Materie, die man belebt. Sie sind also doch nicht soo einfach gestrickt, wie man meint und sehr mit der Magie der Welt verbunden.

Gaia: Auf Gaia gibt es Untote. Aber sie werden hier eher über einen Kamm geschert als die "Untoten", die durch den Einfluss von Dämonen reanimiert wurden. Wie sehr sich dieses Thema in Gaia manifestiert hat, siehr man daran, dass man in Galhadan zum Beispiel seine Toten verbrennt und die Asche in besonderen Lagerhäusern gesammelt wird, damit niemand aus den Leichen einen Untoten erschaffen kann. Ob es sich bei dem Untoten nun um ein Skelett oder einen Zombie handelt, ist voll und ganz von dem Verfall der Leiche abhängig.

Cimorra: Hier will ich mir mal nicht so sehr den Kopf zerbrechen und die Knochenmänner einfach mal genüsslich beschwören. Huzza!


Skunk, Giant
Hier stelle ich mir nur die Frage, wie geil ein Pelzmantel aus einem Riesenstinktierpelz wäre? Gäbe auch ein geiles Artefakt ab: Pelzmantel des infernalischen Gestankes.


Slithering Tracker
 
Hier haben wir einen transparenten und dadurch nahezu unsichtbaren Schleim, der sein schlafenden Opfer lähmt und ihnen das Blut raubt. Das erste, an was ich sofort denken musste, waren die Sternenvampire des Cthulhu-Mythos:





Diese Monster sind normalerweise auch unsichtbar, doch haben sie ein Opfer zerbrochen und leergetrunken, erkennt man ihre abartige Form. Ähnliches wäre bei den Trackern natürlich auch möglich. Dass sie sich dann in einen schleimigen Blutfleck verwandeln, wenn sie ihr Opfer ausgesaugt haben.
Ansonsten unterliegen diese schleimigen Vampire in etwa dem Konzept der Schleime und Gallerte, weswegen ich nun nicht weiter darauf eingehen möchte.


Slug, Giant


Cthulhoider-Weird-Horror geht einfacher als man denkt. Riesige Schnecken sind richtig schön eklig, schleimig und können mit gewissen Gimmicks ausgestattet richtig mies sein. Brennende Säuren, Gift, das verspritzt wird und dann noch dieser zähe, schleimige Leib. Daher: Riesenschnecken werden einfach unterbewertet. Man denkt sich erst "Toll. Ne Schnecke. Super...", aber dabei bieten sie viel mehr als nur lahmes Geschleime. Sehr schön ist auch das Beispiel, welches man bei "Barbarians of Lemuria" finden kann, wo die Riesenschnecken mit das Gefährlichste sind, was man begegenen kann.

Gaia: Riesenschnecken in dem Umfang wird es auf Gaia nicht geben.

Cimorra: Und auf Cimorra hingegen gibt es diese Monster bestimmt in irgendwelchen feuchten und finsteren Verliesen.



Sphinx


Ähnlich wie die Lamassu oder die Shedu sind die Sphingen eine Mischkreatur mit einem übernatürlichen Hintergrund. Deswegen könnte man nun sagen, dass sie nicht unbedingt besser oder schlechter als ihre babylonischen Kumpanen sind.
Allerdings muss ich bei Sphingen auch immer an Nyarlathotep, die Große Bestie und die Kinder der Sphinx denken. Sprich: Mal wieder an die lovecraftsche-ägyptsche Horrorwelt. 

Ansonsten sind Sphingen ja eher Wesen von passiver Natur. Weniger die Kämpfer, sondern viel mehr die allwissenden Gelehrten, welche die Geheimnisse des Kosmos kennen - und diese oft nur in rätselhafter Form wiedergeben. Hier verweise ich mal wieder auf die Sphingen von DSA oder das Orakel der "Unendlichen Geschichte".


Und, Gott!, fand ich die Dinger als Kind schaurig. Immer, wenn sie ihre Augen geöffnet haben und diese Laserblitze heraus kamen! Fuck!

Ähm...ja.
Also, es gibt natürlich auch die Möglichkeit, diese Wesen als das zu sehen, was sie eigentlich auch sind: Eine Art Schutzdämon ähnlich wie bei den Lamassu/Shedu und entsprechend kann man sie natürlich auch als wilde und grausame Bestien, welche ihre Herren vollkommen treu ergeben sind, darstellen. 
Auch kann man sie als wandernde Wissenssammler behandeln, aber da würde ich vielleicht ein anderes Aussehen vorschlagen. Das Konzept des "Gelehrten", welches die Sphingen wiederspiegeln, könnte man auch ohne Probleme ja auf eine andere Rasse übertragen. Gerade in Settings mit weniger Magie und Wunder, wo Sphingen nicht so richtig reinpassen wollen, geht dieser Vorgang sehr gut.
Was mir noch gerade eingefallen ist: Sphingen sind ja schon recht mächtige Wesen. Somit könnte ich sie mir auch, neben dem Aspekt des einmaligen Monsters, auch als niedere Gottheiten/Dämonen vorstellen, welche in einem Tempel leben und dort dem Ratsuchenden helfen...oder einfach fressen.

Gaia: Sphingen passen nicht zu Gaia und das Konzept der Wissenssucher wird schon durch das Volk der Crysaliten abgedeckt.

Cimorra: Bedingt würde ich sagen, dass es gibt sie. Unter dem Gesichtspunkt der Monster vielleicht. Aber das muss sich erstmal entwickeln.


Stirge


Auch wenn die Strige aussehen wie Gothic-Kolibris, so sind diese blutsaugenden Bestien doch eigentlich ganz nett und eine schöne Alternative zu Fledermäusen. Vorallem finde ich den Gedanken, dass diese Bestien ihre nadeldünnen Schnäbel in ihre Opfer bohren, um das Blut zu saugen. Wie wenn man ein Röhrchen in eine Cabri Sonne pikst. Und wenn man sich nun einen ganzen Schwarm vors Auge führt, dann kribbelt bei der Vorstellung schon die ganzen Haut.
Überhaupt sind aggressive Schwärme eine üble Angelegenheit. Egal, ob es nun die Strige, Riesenmoskitos, Ratten, Skarabäen, Skorpione oder ähnliches. Schwärme erzeugen immer ein Gefühl der Unterlegenheit und man kann sie oft nicht so einfach bekämpfen. Aber dies nur so nebenbei erwähnt.
Im Grunde stehen die Strige für nichts anderes, als das Konzept des blutsaugenden/fleischfressenden/aggressiven Vogels oder eines anderen fliegenden Tieres. Man kann also die Striges ohneweiteres durch Vögel, Insekten oder etwas ganz anderes Abstraktes austauschen.

Gaia: Unter dem Gesichtspunkt, dass man die Strige eben als blutsaugende Großinsekten oder Vögel einsetzt, könnte ich sie mir gut auf Gaia vorstellen.

Cimorra: Passt.


Su-Monster

Su-Monster sind was sehr Cooles, da sie was Fremdartiges mit etwas Bekanntem auf sehr interessante Art und Weise verbinden. Damit meine ich die Überlegung, einen Affen mit psionischen Fähigkeiten auszustatten. Statt Psionischen Angriffen würde ich aber eher Fähigkeiten verwenden, welche der zum einen der Tarnung dienen und zum anderen Angst und Terror erzeugen könnten. Verwirrung und Entsetzen wäre die Devise. Auf jeden Fall besser als (nur) eine Psionische Attacke.
Ansonsten könnte man das Konzept des "psionischaktiven Tieres" natürlich auf jedes andere Tier übertragen. D&D hat es ja schon bei manch anderen Kreaturen wie zum Beispiel dem allerdings etwas lächerlichen Brainmole. Aber dies zeigt sehr schön, wie man ein einfaches Tier mit etwas übernatürlichem "Bling-Bling" "pimpen" kann. Pimp my beast - sozusagen.

Gaia: Auf Gaia gibt es keine Psionik in dem Sinne, wie man es von D&D kennt und daher gibt es auch keine Su-Monster.

Cimorra: Auf Cimorra gibt es die Su-Monster, denn sie passen einfach sehr gut in das Setting. Auch andere, psionisch aktive Monster wird es auf Cimorra geben.

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Wer die Kompendien kennt, hat bestimmt gemerkt, dass ich ein paar Kreaturen außer nur (großen) Tieren weggelassen habe wie z.B. die Spectre, Sylph oder die Sprite. Dies liegt einfach daran, dass sie zu viel Ähnlichkeiten mit anderen Wesen haben, die ich schon in den vorherigen Kapiteln (z.B. Pixies oder Ghosts) besprochen hatte. Auch wenn sie sich in einigen Elementen unterscheiden, rentiert es sich einfach nicht, sich nochmal über das gleiche Thema den Kopf zerbrechen.

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