Donnerstag, 27. September 2012

[Rollenspiel] MM&P: D&D Monster Manual 1st Ed.


Im Voraus erst einmal eine schlechte Nachricht: Auf Grund von Veränderungen im RL werde ich kaum noch in der Lage sein, so regelmäßig zu posten wie in letzter Zeit. Zudem habe ich auch zur Zeit einen recht hohen Schreibtrieb, weswegen ich auch lieber meine Energie ersteinmal darauf einsetze. Aber meine Monsterphilorunde behalte ich auf jeden Fall bei. Und so kommen wir auch schon zu dem Buchstaben...


-D-

-Teil 1-

Anmerkung: Da "D" ein sehr umfangreiches Kapitel ist und neben einzelnen Kreaturen noch aus 4 Gruppen (Demon, Devil, Dinosaur und Dragon) beseht, möchte ich nur erwähnen, dass ich diese Gruppen heute auch nur als Gruppe behandle und höchstens exemplarisch einige Individuen nenne. Alle restlichen D-Kreaturen behandle ich dann ab Teil 2.
Demons & Devils


Bei den Dämonen hat D&D eine ganze Palette an monströsen Viechereien für jede Kragenweite zusammengestellt. Ob nun die übermächtigen Dämonenprinzen wie Demogorgon, Juiblex oder Orcus, die unterschiedlichsten Dämonen der Stufen 1 bis 5 bis hin zu den nichtigen Manes, so wird doch für jede Stufe was geboten. Bei den Teufeln ist es im Grunde auch nicht anders.
Aber das ist es eben! Dämonen als EP-Lieferanten? 
Hallo!? Gehts noch?!
Bei den Devils, also Teufeln ist es ja da gleiche Spiel. Ok, bei einem Setting ala "Diablo" wäre diese Vorgehensweise durchaus ok und da D&D ja doch recht offen gestaltet ist passt es ja auch irgendwie. Aber trotzdem rollen sich mir bei dem Gedanken die Zehennägel hoch. Ich finde Dämonen (und auch Teufel) sollten eher etwas Mythisches, Gefährliches, Bizarres und Fremdartiges haben und das haben die D&D-Vertreter dieser Sippe nun mal leider nicht. 

Ich muss gestehen, dass ich Dämonen und Teufel früher in der klassischen Gestalt sehr mochte. Ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich z.B. bei Warhammer immer das Chaos als Armee gespielt habe. Und ich habe früher schon immer mit einem "Diablo"-artigen H&S-Setting in meinem Kopf gespielt. Aber dazu kam es nie. Hat sich halt nie ergeben.
Meine Faszination für Dämonen und Teufel wurde auch durch das Planescape-Setting verstärkt. 


Allerdings fixierte ich mich da schon eher auf die wilde und bizarre Mischung des Settings und der Fokus auf die Dämonen und Teufel ging verloren. Und als ich dann Lovecrafts Kreationen kennenlernte, war es ohnehin um mich geschehen. Fortan interessierte mich das ein christlich angehauchtes System überhaupt nicht mehr, sonder das kosmische Grauen in alle seiner Schönheit hat mich gefangen genommen.

Und genau das ist der Punkt!






Der Mythos veränderte meine Sichtweise über die Dinge, frischte sie auf, erweiterete sie um neue Aspekte. Desweiteren gab es da noch ein nettes Büchlein von - Oh ja! Schreckt auf! - DSA! Das Mysteria Arkana:



Dort gibt es schöne Beschreibunge zu den Dämonen Aventuriens, die aber nicht alle mit Kampfwerten ausgestattet sind und somit auch einen anderen Zweck erfüllen. Sie deinen dem Spielleiter, aber auch den Spieler als Werkzeug. Ebenso wie es mit dem Mythoskreaturen im "Cthulhu"-Rollenspiel geschieht, kann man auch hier Dämonen beschwören und mit ihnen Pakte und Bündnisse eingehen, um ihre besonderen Eigenschaften zu nutzen. Dadurch wird der Dämon/Teufel nicht nur auf eine Gegnerklasse herunter reduziert, sondern erhält Fülle und Charakter. Und genau so mag ich es in meinen Settings.
Wie schon gesagt: In gewissen, sehr gradlinigen Bereichen haben die D&D-Dämonen/Teufel ihre Berechtigung, aber man sollte entweder versuchen ihnen eine opulente Tiefe zu geben oder sie durch neue, interessantere Individuen ersetzen.

Gaia: Gaias Dämonen/Teufel sind die Kirathu, aber auch gleichzeitig Engel, Elementare und vieles mehr. Diese Wesen sind zumeist gestaltlos, können aber zum Beispiel, nach ihrer Beschwörung in ein Objekt, ein Element, ein Tier oder eine Person fahren und diese ihren Willen aufzwingen. Mehr noch können Kirathus eine eigene Gestalt haben, welche aber durch die Vorstellungskraft der Personen, welche sie erblicken, definiert wird (Ich muss das noch im offiziellen Text ändern! Das gefällt mir zu gut!) und so ihr dämonisches Aussehen erlangen. Es gibt keine Dualität, vielmehr Rivalität zwischen den Kirathus an sich und man kann sie sich durch Beschwörung und Einkerkerung zu nutze machen. Zum Beispiel als Energiekern einer Elementarbatterie und als ein an einen Armreif gebundenes Feuerelementar. Huzza!
Cimorra: Hier sind Dämonen/Teufel Geister aus dem Jenseits, Tote, die keine Ruhe finden, oder andere böse Geister eben. Aber auch bizarre-alieneske Kreaturen fallen unter diese Definition. Tatsächlich kann sehr vieles auf Cimorra als Dämon/Teufel bezeichnet werden. D&D-Dämonen/Teufel, die sehr gut nach Cimorra passen, wären: Juiblex, Orcus, Succubus, Vrock, Hezrou, Glabrezu, Marilith, Balor sowie Erinyes, Eisteufel, Lemuren und der Pit Fiend. Auf Cimorra könnten Dämonen/Teufel zum Beispiel auch als Götter angebetet werden. Auch durch magie belebte Statuen, die auf das Aussehen der genannten Dämonen/Teufel basiert, könnte Verwendung finden.
The Black Galaxy: Und hier ist wohlgemerkt wieder alles erlaubt. Aber trotzdem sollte man sich davor hüten, Teufel wie z.B. Dispater oder Asmodeus zu verwenden. Auch wenn TBG schon mal recht trashig sein darf, so braucht es keine Klischeeteufel. Vielmehr könnten Dämonen/Teufel auch mächtige Alienrassen darstellen. Eisteufel gäben zum Beispiel interessante Alienkreaturen für eine Eiswelt a la "Hoth" ab.


Dinosaurs



Dinosaurier sind toll! Also, ich mag Dinos. Außer jetzt einer kleinen "Jurassic Park/King Kong"-Fanboyattacke, haben Dinos einen gewaltigen Vorteil: Es gab sie schonmal. Das macht sie auch so als Tierart in RPG-Settings so beliebt. Diese nostalgische Erinnerung an diese Urzeitgeschöpfe plus die Frage, wie es wäre, wenn es sie noch gäbe, sind die Quellen dieser Beliebtheit. Dinos werden dann immer sehr gerne als Reittiere, Transportiere oder eben als wilde, blutrünstige Räuber dargestellt. 


Dinos eignen sich für unzählige Settings: Fantasy, Sci-Fi, Horror, Sword & Sorcery/Planet oder Pulp und bieten eine Menge Abwechslung, auch wenn sie "nur" Echsen sind.

Gaia: Durch unsere Überlegung, die Flora & Fauna stark durchdacht zu gestalten, bieten sich Dinosaurier - wenn auch in abgewandelter Form - sehr gut für Gaia an. Denn hier gilt einfach die Devise: "Die gab es schon mal!" und somit sind sie eine Lebensform, die durchaus Gaia-geeignet ist.
Cimorra: Ganz dickes Ja! Schließlich ist Cimorra eine Sword & Sorcery-Welt mit einem durchaus pulpigen Charakter. Schaut man sich mal die Conan-Comics so an, so hat Conan es durchaus mit Dinosaur... Pardon Drachen und Monster aus der Hölle zu tun. Außerdem denke ich, dass Dinos eine gute Basis für eine Tierwelt auf Cimorra darstellen könnte, da ich eine Tierwelt, die zu sehr an unsere eigene, aktuelle angelegt ist, für Cimorra ohnehin ablehne.
The Black Galaxy: Und auch hier gilt wieder das Motto: "Everything is possible!" Dinos in space? Why not!


Dragons




Die Teilnamensgeber von D&D. Drachen. Die altbekannte Geschichte von der teuflischen Riesenechse, die Feuer speit, fliegen kann, mit dem fetten Hintern auf einem Goldberg sitzt und am liebsten Jungfrauen frisst. Ach ja: Philosophische Diskussionen führen und Magie anwenden auch noch.
Hab ich noch was vergessen?

Ja: Ich kann diese "intelligenten" Drachen nicht ausstehen. Warum sollten sie reden oder Magie anwenden können? Dahinter sehe ich keinen Sinn. Gut, bei "Dragonheart" gab es so seine Momente, aber muss gleich jeder Drache so eine Laberbacke sein, wie Fuchur aus der "Unendlichen Geschichte"? Und wer sagt, dass Drachen immer rießige Flugechsen sein müssen??

Auch dies kann ein Drache sein.


"A Chinese Ghost Story 2" machte es uns vor. Zum Schluss erschien ein riesiger Tausendfüßler als gewaltiger, ja fast Sandwurm-artiger Drache. Apropos Sandwürmer: Die würden auch gute Drachenersazstoffe abgeben. Oder vielleicht fliegende Rochen? Oder die Hetzenden Schrecken oder die Shantaks aus dem "Cthulhu"-Mythos. Natürlich wären auch Riesenschlangen oder Dinosaurier gut als Drachen zu verwenden. Von zu groß geratenen Leguane und Komodowaranen ganz zu schweigen. 
Es müssen nicht immer rote, feuerspeiende Riesenechsen sein, die jedes Klischee erfüllen, was man nur erfüllen kann. Statt einem solchen Drachen könnte auch ein rießiger, feuerspuckender Tausendfüßler erscheinen. Die Möglichkeiten sind da schon sehr umfangreich.

Gaia: Hier müssen wir ganz exakt nach magische und nichtmagische Kreatur unterscheiden. Nichtmagische Drachen könnten von den oben genannten Beispielen stammen - naja, nicht alle - oder von der Dinosaurierschiene kommen. Es gibt auf Gaia zudem die Charkishra, welche lebende Magie sind und jede Form annehmen können. Diese wurden eine zeitlang wie Drachen gehandelt, doch haben sie nun eine eigene Art von Existenz erlangt. Trotzdem könnte sich einer von ihnen schon tarnen und als Drache das Umland unsicher machen. Aber dies wird eher nicht vorkommen.
Cimorra: Wie bei Gaia passen nach Cimorra auch keine magiebrabbelnde Riesenechsen mit schlechtem Atem, sondern auch eher dinosaurierartig, tierhafte Wesen, die vielleicht ein oder zwei Vorteile gegenüber anderen Echsen haben.
The Black Galaxy: Auch hier gilt - ähnlich wie bei den Dinosauriern - "Everything is possible!" Aber: Sprechende und magieanwendende Riesenechsen sind auch in den unendlichen Tiefen des Kosmos nicht unbedingt passend. Dieser Punkt sollte einfach bedacht werden.
Fertig mit D, Teil 1. Teil 2 wird dann in Bälde folgen. Stay tuned!

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