Mittwoch, 6. Juni 2012

[Film] Snowwhite and the Huntsman


Mit einer List hat die böse Zauberin Ravenna einst die Herrschaft über das Königreich erlangt. Snow White, die bildhübsche Tochter des ehemaligen Königs, sitzt seitdem in einem Verlies im höchsten Turm des Schlosses fest. Als der Eingekerkerten nach jahrelanger Gefangenschaft doch noch die Flucht in den Zauberwald gelingt, entsendet Ravenna den Huntsman, um Snow White in den verwunschenen Forst zu folgen und sie dort umzubringen. Doch der verwitwete Trunkenbold bringt es nicht übers Herz, dem Mädchen das Leben zu nehmen. Zusammen fliehen die beiden vor Ravennas Schergen und treffen nach einer schmerzhaften Begegnung mit einem Troll auf acht(!) Zwerge. Auch Snow Whites Sandkastenliebe William stößt noch zu dem Trupp hinzu. Gemeinsam zieht der bunt zusammengewürfelte Haufen gegen Ravenna und ihre Armee ins Feld... - filmstarts.de

Ich will mich kurz fassen: Der Film war mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass ein gutgemachter Trailer, nette Spezialeffekt und auch solide Schauspieler keinen guten Fantasystreifen machen. 
Fakt ist: Optisch ist "Snowwhite and the Huntsman" ein nettes und dreckiges Schaustück. Die Effekte sind insgesamt sehr schön gemacht und recht stimmungsvoll. Und Charlize Theron als böse Königin lässt verdammt gut eine richtig nette und wahnsinnige Elisabeth-Bathory-Kopie. Auch bietet der Film einige feine Ideen zum Thema Weltenbau & Rollenspiel, da doch einige Elemente eine andere und interessante Optik bieten, was auch durchaus inspirierend ist (z.B. Geister im Dunklen Wald, das Seedorf, usw.)

Aber das war es auch schon mit den guten Nachrichten, denn ansonsten ist der Film zum einen einfach strunzlangweilig. Zumindest entfand ich so, während meine Freundin ihn doch recht unterhaltsam fand. Geschmackssache halt. Ich hab nach 45 Minuten schon auf die Uhr geschaut, in der Hoffnung, dass der Film endlich rum ist. Doch da hat das Drama noch gut 82 Minuten angedauert. Keine Ahnung, woran es lag, aber es kam bei mir irgendwie überhaupt keine Spannung auf. Zudem war ich auch immer wieder froh, wenn ich nicht Kristen Stewarts Marmorfresse sehen musste.

Dann war da noch die Sache mit den Vorlagen. Ich zähle da mal auf:
- Pan's Labyrinth
- Robin Hood
- Willow
- Jean d'Arc
- Prinzessin Mononoke
- Herr der Ringe

Mehr fallen mir gerade nicht mehr ein, aber die "Inspirationsquellen" waren doch mehr als eindeutig.

Und dann war noch die Sache mit der deutsch-englischen Übersetzung. Wenn "Snowwhite" in dem Fall wirklich "Snowwhite" als Eigenname haben soll...ok. Ist gut. Aber wenn ich noch einmal "Huntsman" hören muss, bekomme ich das kalte Kotzen. Irgendwann hab ich nur noch "Hansmän" gehört. Hallo!? Der Kerl hat bestimmt auch einen richtigen Namen gehabt. So wie "Timmy" oder "Gustav" oder sowas.

Ich versuche jetzt erstmal meine Füßnägel wieder zu begradigen, die sich dabei hochgerollt haben und gebe dem ganzen Machwerk 

3/10 tote Vögel im dunklen Wald

Kommentare:

  1. Ich mag Kristen Stewart einfach nicht. Ich musste mir einmal Twilight ansehen und für mich ist das keine Schauspielerin. Nur eine Puppe, die gut aussieht, deswegen werde ich nie wieder in ein Film gehen, in dem sie mitspielt, auch wenn die bezaubernde Charlize Theron dabei ist. Schade eigentlich.

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  2. Der Huntsman hat bestimmt den Vornamen Hans.
    Er war der Hans-Män... ;)

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