Donnerstag, 27. Oktober 2011

[Buch] Der Krake (China Miéville)

Lovecraft lässt grüßen! Oder eher doch nicht?

Tief im Forschungstrakt des Natural History Museum lagert ein außergewöhnliches Ausstellungsstück - eins der Sorte, die man normalerweise im Leben nicht zu Gesicht bekommt: ein perfekt erhaltener Riesenkalmar. Doch was hat es zu bedeuten, dass dieses Geschöpf plötzlich spurlos verschwindet?
Der Kurator Billy Harrow begibt sich Hals über Kopf auf die Suche durch ein London voller Kulte, die einander bekriegen, surrealer Magie, Verrat und Meuchelmördern. Möglicherweise ist die Riesenkrake, die er im Museum aufbewahrt hatte mehr als nur eine biologische Rarität. Denn manche behaupten, sie sei eine alte Gottheit ... - Inhaltsangabe vom Buchrücken

Und eigentlich will ich auch gar nicht mehr erzählen, denn jedes weitere Wort würde die Fülle an überraschenden Ideen versauen. Denn was Miéville wieder an einem Ideenfeuerwerk abfackelt ist kaum noch nachzuvollziehen. Ok, so ein-zwei Beispiele, wie z.B. Origamimagie, Trekkiemagier, Waffenwirte, Monsterhirten, Jesusbuddisten oder Magier, die in den Eingeweiden einer Stadt lesen können, können ja mal erwähnt werden.
Allerdings zeigt er auch mal, wie man Urban-Fantasy interpretieren kann. Und dies mal in ein entsprechendes Setting einzupflanzen wäre schon einmal einen Spaß wert.
Soviel auf der einen Seite der Waagschale.
 
Auf der anderen Seite steht die Story und die ist leider etwas...zäh geraten. Der Einstieg ist gut und flott und zieht den Leser sofort in ihren Bann, aber dann wird es etwas...naja...zäh. Die Fülle an Ideen überdeckt zwar das Gröbste, aber inhaltlich wird es doch stellenweise etwas langatmig. In der Hinsicht hat das Buch die gleiche Schwäche wie zum Beispiel "Der Eiserne Rat": Ideen geil, Story...naja.

Fazit: Schwer....sehr schwer. "Der Kraken" ist kein schlechtes Buch. Dafür ist es einfach zu abgedreht. Aber bei der Story hätte er noch etwas nachwürzen können. Daher:

7/10 gefaltete Killer

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